Holle unterliegt dem zweifachen Deutschen Meister aus Hamburg – Die beiden Holler Nachwuchsstars Thilo Assmann und Luka Fettköther holen Punkte

(we) Eine nicht unerwartete Niederlage mussten die Holler Judoka auf eigener Matte gegen das Hamburger Judo-Team einstecken. Trotzdem ein beachtliches 5:9 für die Hamburger Judoka war der Endstand. In der Tabelle änderte sich nichts, die Hamburger bleiben an der Spitze, gefolgt von den Hollern, die den zweiten Platz seit dem dritten Kampftag einnehmen. Dicht hinter ihnen folgen mit einem Punkt Abstand immer noch die Potsdamer, die gegen Bottrop auf eigener Matte mit 9:5 gewannen. Es bleibt somit bis zum letzten Kampftag spannend, die Holler müssen in Aachen gegen Walheim punkten, um die Potsdamer auf Abstand zu halten. Erst dann können sie sich entspannt zurücklehnen und über die Qualifikation für das Finale der Vereinsmeisterschaften jubeln. Zum Finale qualifizieren sich nur die beiden ersten der Gruppen Nord und Süd.

Schon im Vorfeld hatten die Holler die Erwartungen gedämpft, denn die Hamburger wollten in dieser Saison den Hattric mit dem 3. Deutschen Titel in Folge und dann den Titel auf europäischer Ebene. Trotz Verzicht vieler wichtiger Leistungsträger für die Teilnahme zur Weltmeisterschaft, das Hamburger hat immer noch eine starke zweite und dritte Reihe.

Im ersten Durchgang sah es nicht ganz so gut aus, nach sieben Kämpfen stand es zur Pause 5:2 für die Gäste. Die Punkte holten Robert Barwig (bis 73 kg) und Mistral Jannsen (bis 90 kg). Zur Pause wurde radikal gewechselt. „Mit diesem Rückstand war kein Sieg mehr möglich und die anderen Judoka waren heiß und wollten unbedingt kämpfen.“ Kommentierte der Holler Coach Maxime Lambert diesen umfangreichen Tausch. Also wechselten die Holler gleich fünf von sieben Kämpfer und es erwies sich als Glücksgriff. Gleich im zweiten Kampf der Rückrunde gewann einer der beiden Holler Nachwuchskämpfer, Thilo Assmann mit einem spektakulären Haltegriff und holte unerwartet den nächsten Holler Punkt. Gleich darauf punkte Robert Barwig erneut und es stand 7:4 für Hamburg. Eigentlich hätten in der Folgebegegnung die Hamburger den Siegpunkt erkämpfen können. Und es sah auch schon so danach aus, als Luka Fettköther gegen Garcia Kurbjeweit deutlich in Rückstand lag. Aber Luka ließ sich nicht beeindruckend und legte einen drauf. Eine halbe Minute vor Ablauf der Zeit konnte Luka einen Wurfansatz dynamisch wegkontern und sich eine Ippon-Wertung zu seinen Gunsten holen. Es stand dann nur noch 7:5. Eine Sensation schien zum Greifen nahe, weil auf einmal ein Unentschieden in der Luft lag. Jelle van den Berg (+100 kg) und Philipp Dahn (bis 66 kg) konnten bis zur regulären Kampfzeit gleichberechtigt mithalten, aber im Golden Score verloren sie. Und es stand dann 9:5 für das Hamburger Team.

„Merkwürdiger Weise habe ich nach dieser Niederlage mich nicht niedergeschlagen gefühlt; im Gegenteil dieses Ergebnis war toll. Ganz viele Kämpfe sind ganz knapp ausgegangen. Es hat eigentlich wenige Ippons gegeben, was sehr wohl zeigte wie gleichstark die Kämpfer waren.“ War für Maxime Lambert die Schulbeurteilung. Robert Barwig, Mannschaftssprecher, zeigte sich ebenfalls von der Leistung seiner Mannschaft begeistert. „Wir haben in dieser Saison gegen die zwei stärksten Mannschaften gut ausgesehen und somit gezeigt, dass wir zurecht auf Platz zwei in der Gruppe Nord stehen. Die Stimmung in der Mannschaft ist so gut wie noch nie, wir müssten nächsten Samstag das Ding in Aachen packen.“

Fotos: Kathrin Stille „Thilo Assmann nach seinem erfolgreiche Haltegriff am Boden“