Die Holler Judoka gewinnen erwartungsgemäß gegen Godesberg

(we) „Was anderes als ein Sieg durfte gegen den Tabellenletzten nicht herauskommen. Es ging letztendlich nur noch darum wieviel Punkte wir holen.“ Bewertete der Coach Maxime Lambert von Judo in Holle SD ADMIN Team die Auswärtsbegegnung. Und das lässt sich zeigen: 10:4 und damit konnte dies Platzierung als Tabellenplatzzweiter gut gewahrt werden. Die möglichen Mitkonkurrenten haben ihre Chancen nicht genutzt. Walheim hat in Spremberg mit 3:11 deutlich gepatzt und rutschte nun von Platz drei auf Platz fünf. Gleichermaßen kam Witten in Bottrop über ein Unentschieden nicht hinaus und blieb auf Platz vier. Hingegen hat Potsdam die Niederlage gegen Holle verdaut und hat auf eigener Matte deutlich mit 12:2 gegen Bayer Leverkusen gewonnen und rutschte dafür gleich wieder von Platz fünf auf Platz drei. Hamburg hatte kampffrei, konnte keine Punkte holen, aber blieb trotz alledem Tabellenerster.

Unter nicht besonders einfachen Witterungsbedingungen konnte man sehr schnell erkennen, dass dieses drückende Wetter sehr stark auf die Kondition aller Kämpfer beider Mannschaften sich unvorteilhaft auswirkte und Konzentrationsfehler sich auch einschlichen. Obwohl das Endergebnis einen dominanten Sieg widerspiegelt, so mussten sich die Holler Judoka doch recht stark bemühen, um die Punkte zu holen. In der obersten Gewichtsklasse mussten die Holler gegen den Weltranglisten 34. Vladut Simionescu aus Rumänien beide Punkte lassen.

Den Auftakt in den beiden Durchgängen machten auslosungsbedingt die Schwergewichtler und damit holten zu Anfang immer die Godesberger den ersten Punkt. Anschließend zogen nach:  Robert Barwig (bis 73 kg), Mistral Janssen (bis 90 kg), Jörg Onufriev (bis 60 kg), Tim Heijmann (bis 81 kg) und Philip Dahn (bis 66 kg).

 

In der Pause gab es lange Beratungen, wie gewechselt werden sollte. Dabei hatten die Holler eher ein Luxusproblem, aus den vielen Leistungsträger die richtigen zu wählen und viele andere nicht antreten zu lassen. Das Konzept ging letztendlich auf, denn auch im zweiten Durchgang wurden fünf von sieben Kämpfe gewonnen. Die Punkte holten Eder Garlef (bis 73 kg), Tim Heijmann (hochgesetzt auf 90 kg), Danny Paul Kiel (bis 60 kg), Soshin Katsumi (bis 81 kg)und Mistral Janssen (hochgesetzt auf 100 kg)

Aus Holler Sicht war der Kampf im zweiten Durchgang in der Gewichtsklasse bis 60 kg von Danny Paul Kiel der Schlüsselkampf und auch Highlight. Zum einen war es der Siegpunkt zum Zwischenstand von 8:3, aber auch der Wurf selbst war spektakulär und zeigte seine Qualität in der Körperbeherrschung. Aus einem Ausheber, den André Baum fast erfolgreich umsetzen konnte, befreite sich Danny Kiel und übernahm den Schwung ohne Ansatzverzögerung zum eigenen Wurf, der glatt mit Ippon gewertet wurde.

 

Eigentlich hatten die Holler erwartet, ihren ehemaligen Mitstreiter Falk Petersilka auf der Matte zu erleben. Er hatte aber vom Bundestrainer keine Erlaubnis zum Bundesligakampf erhalten und so kam es eben doch nicht zum Spitzenduell in der Gewichtsklasse bis 90 kg.

„Ich bin zufrieden, wir konnten unser taktisches Konzept einhalten. Alle Kämpfer haben maximal gegeben, was möglich war. So konnten wir an der Tabellenspitze bleiben und so muss es weitergehen. Andererseits mit unserer Favoritenrolle werden wir auf einmal zu den Gejagten. Früher waren wir die Jäger, die den vorderen Mannschaften ein Bein stellen wollten. Und nun sind wir nicht mehr die Jäger, auf einmal müssen wir viel vorsichtiger, risikoärmer aufstellen, weil wir auf keinen Fall verlieren wollen. Vor kurzem hätten wir auch andere viel mehr zum Zuge kommen lassen, damit sie sich beweisen können. Dieses Risiko wollen wir momentan nicht eingehen. Zusätzlich wächst der Druck, gerade von uns selbst aus der Mannschaft. Eine Finalteilnahme wird immer realistischer und alle wollen diese einmalige Chance nutzen. Dieser Druck motiviert, aber kann auch als Belastung bremsen.“ reflektiert Maxime Lambert Stunden nach der Begegnung. Die beiden nächsten Begegnungen vor der Sommerpause werden genau diese Bedeutung haben. Bottrop auf Platz sieben tritt stärker auf als die Platzierung widerspiegelt, da sie den Favoriten wie Witten und Walheim ein Unentschieden abgerungen und beim heimstarken Spremberg die Siegpunkte geholt haben. „Sie werden nicht einfach zu nehmen sein.“

Am kommenden Wochenende wird Bottrop in Holle am Samstag, den 16.06. um 15:30h antreten.

 

Fotos Kathrin Stille: mit Robert Barwig, Mistral Janssen, die Holler Coach-Bank, stehend, sowie Danny Paul Kiel im Kampf, der den Sieg sicherte