Der zweifache Deutsche Meister aus Hamburg kommt nach Holle

(we) Nach der Sommerpause hat die Mannschaft von Judo in Holle SD Admin Team den stärksten Gegner dieser Saison auf eigener Matte zu Gast – es ist der amtierende zweifache Deutsche Meister, das Hamburger Judo Team. Es wird an diesem Kampftag sicherlich ein Leckerbissen für die Judo-Bundesliga, da die Holler in dieser Saison eine tolle Serie ohne Niederlage vorgelegt haben – sie sind nicht ohne Grund der Tabellenzweite.

„Wir machen uns keine Illusionen und gehen nicht von einem Sieg aus. Diese Mannschaft hat ein Kämpferpotenzial zur Verfügung, das allen Mannschaften in beiden deutschen Ligen deutlich überlegen ist.“ Dämpft der Holler Coach Maxime Lambert eventuelle Erwartungen. „Na klar sind wir dieses Jahr richtig gut geworden und mit jeder Begegnung wuchs gerade das Selbstbewusstsein. Das ist beim Judo wichtig, viele Begegnungen werden vorab im Kopf entschieden.“ Aber der Holler Coach kennt auch die Grenzen, die Hamburger haben fast alle Kämpfer aus dem Nationalkader in ihren Reihen und zusätzlich in den sieben Gewichtsklassen sich jeweils mit mehreren international hochklassigen Kämpfern verstärkt. Wie beim professionellen Fußball die verfügbare Geldmenge die Stärke einer Mannschaft bestimmt, so auch beim Judo. Die Hamburger haben potenzielle Geldgeber, sodass alleine ein Kämpfer so viel erhält wie die gesamte Holler Mannschaft.

Einen Wehrmutstropfen müssen die Hamburger schlucken, gerade die erstklassigen Kämpfer werden nicht antreten dürfen, da eine Woche später die Weltmeisterschaften beginnen. Generell dürfen mindestens die deutschen Kämpfer dann zur Vermeidung des Verletzungsrisikos bei der Bundesliga nicht antreten. Am nächsten Wochenende werden Punkte für die Olympiaqualifikation gesammelt.

Das wird die Hamburger möglicherweise schwächen, aber auch die zweite und dritte Reihe besteht aus starken Kämpfern. Und auch die Holler werden aus gleichem Grunde auf fünf internationaler Kämpfer verzichten müssen. Kenneth van Gansbeke (-66 kg; Belgien), Tommi Mazias (-73 kg, Schweden WR 3.), Robin Pazek (-81 kg, Schweden); Sami Chouchi (-81 kg, Vize EM, Belgien); Matthias Mazen (-100 kg, Dänemark) bei der Junioren EM, sind nominiert und stehen nicht zur Verfügung

„Es wird sicherlich darauf ankommen, wer seine Lücken am besten füllen kann. Wir wollen von allen Mannschaften aus der Gruppe Nord immer noch das beste Ergebnis einfahren. Bislang haben die Spremberger mit 4:10 noch das beste Ergebnis erzielen können. Im letzten Jahr haben wir immerhin in Hamburg nur 5:9 verloren.“

Parallel haben die Holler auch ein Auge auf die Potsdamer, die als Tabellendritter sehr dicht auf sind. Potsdam empfängt die Mannschaft aus Bottrop, was eigentlich für den Tabellendritten kein Problem darstellen sollte. Letztendlich wird am letzten Kampftag eine Woche später die Entscheidung in Aachen fallen, ob die Holler diese hervorragende Tabellenplatzierung halten werden und sich zum Finale qualifizieren. Es bleibt spannend.

Veranstaltungsbeginn am Samstag, den 15.09.2018 um 15:30 h in der Holler Mohldberghalle

Foto: Kathrin Stille „Vor einem Jahr in Hamburg standen die Holler nicht schlecht da – wir haben ihnen in die Suppe gespuckt“